Tag Archives: Psychologie Blog

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Prinzip Hoffnung oder wie man schwierige Arbeitssituationen für die persönliche Entwicklung nutzt

© Jeanette Dietl - Fotolia.com

Sie haben einen Job den sie nicht lieben? Sie quälen sich jeden Morgen zur Arbeit und fragen sich wozu sie diesen Job machen? Sie haben innerlich gekündigt? Sie sind dabei sich einen neuen Job zu suchen?Unzählige Klienten befinden sich in genau dieser Situation. Sie möchten einfach etwas ganz anderes machen, möchten nochmal von vorne anfangen, nochmal einen neuen Beruf Continue reading

Einfach weg…der Blog!

Jetzt stellen Sie sich das mal vor: Sie verbringen einen Großteil Ihrer Freizeit damit einen Blog zu schreiben. Mit den Jahren entwickeln Sie ein geradezu liebevolles Verhältnis zu diesem Medium, aber sie wollen mehr.  Sie möchten auch mal wissen wie so eine SQL – Datenbank von innen aussieht, wollen ein neues kleines Blogprojekt starten, verfügen jedoch nur über Halbwissen um die Hintergründe oder Abgründe dieses Mediums. Und sie kämpfen sich nach einem langen Arbeitstag vor, zum Server, auf dem der Blog gehostet wird, eben um mal die Datenbank anzuschauen und eine erste Ahnung zu bekommen wie das neue Projekt auf den Server kommen soll. Und weil der Hüter der Passwörter gerade Continue reading

Von Glück, Neuroplastizität und Optimismus

 

Es ist nicht immer leicht den eigenen Vorstellungen entsprechend zu leben. Zum Leben gehören kleinere und größere Krisen und auch Phasen, in denen man nicht mit großem Optimismus unterwegs ist.

In solchen Momenten tut es ganz gut neue Eindrücke aufzunehmen und sich damit zu befassen welche Möglichkeiten es gibt wieder ein wenig von dem zurückzugewinnen was die Psychologie Selbstwirksamkeit nennt.

Selbstwirksamkeit heißt nicht mehr, als sich selbst als wirksam zu erleben und in Continue reading

Was Frauen bei der Karriere aufhält

Karriere

Heidi Möller, Professorin für Theorie und Methodik der Beratung, an der Uni Kassel, nennt folgende „Stolpersteine weiblicher Karrieren“:

Frauen haben meist nicht gelernt sich „ins Verhältnis zu anderen“ zu setzen.
Im Gegensatz zu Jungen erleben sie Konkurrenzsituationen als bedrohlich, sie konkurrieren zwar auch, oft aber deutlich indirekter, versteckter und das ist nicht zielführend.

Konkurrenz ist oft mit Angst gepaart, Fragen wie „darf ich mehr als meine Freundin verdienen?“ oder „kann ich mehr Aufträge als mein Partner haben?“ Continue reading

Gute Vorsätze und PsychoGyms

© Andrey Zyk - Fotolia.com

Vorgeschichte

Dr. Maja Storch leitet das Institut für Selbstmanagement und Motivation, ein Spin-Off der Uni Zürich. Sie entwickelte, gemeinsam mit Dr. Frank Krause, das Züricher Ressourcenmodell (ZRM). Hierbei geht es um die Entdeckung und Nutzung eigener Ressourcen, um die Vergrößerung des eigenen Entscheidungsspielraums und um eine Erweiterung des persönlichen Handlungsrepertoires. Mit dem Training werden neue Handlungsmuster entwickelt, die in schwierigen Situationen im Beruf und Alltag abgerufen und optimal angewandt werden können. Es dient dazu die eigene Handlungskompetenz langfristig und nachhaltig zu trainieren. Damit fällt es leichter die guten Vorsätze für’s Neue Jahr umzusetzen!

Eine gut verständliche Einführung gibt dieses Filmchen (10Min)

Rezension:

Maja Storchs Arbeit fasziniert mich und ich war entzückt, als ich sah, dass es ein neues Buch von ihr und Julius Kuhl –einem Altmeister der Persönlichkeitspsychologie- gibt:

Die Kraft aus dem Selbst, Sieben Psychogyms für das Unbewusste.

Bei diesem Buch handelt es sich nun um ein Rezensionsexemplar. Ich habe mich gefreut, dass der Verlag nach Anfrage ein Exemplar zusandte. So  begann ich zu lesen, mit der Absicht rasch einen kleinen Artikel zu schreiben. Das Buch hab ich nun seit zwei Monaten und mit dem raschen Schreiben war es rum. Es ist ein komplexes Werk, in das wohl  ein Großteil der Forschung von Julius Kuhl mit eingeflossen ist. Und es ist keine leichtverdauliche Kost. Maja Storch’s Bücher, die ich bisher gelesen habe, zeichnen sich dadurch aus, dass sie solides psychologisches Wissen einfach und auch für Laien verständlich, darstellt. Ich bin noch nicht sicher, ob dies auch für das vorliegende Werk gilt.

Inhalt:

Der Klappentext verspricht Trainingsformen für den Kontakt zum eigenen unbewussten Potenzial.

Mit Hilfe von vier Personen, die in ihrer Persönlichkeitsausprägung übersteigert dargestellt werden, werden die 4 Teilsysteme der von Julius Kuhl entwickelten PSI-Theorie (PSI=Persönlichkeits-System-Interaktionen) erklärt. Da diese Theorie ebenfalls sehr komplex ist sollten Interessierte sich den Artikel von Kuhl zu Gemüte führen, wenn sie weitergehende Informationen möchten.

http://www.diffpsycho.uni-osnabrueck.de/vorles/seminar/PSI-light_Kuhl2005.pdf

Die vier Teilsysteme sind:

  • Die intuitive Verhaltenssteuerung
  • Der Verstand
  • Der Fehler – Zoom
  • Das Selbst

Obwohl jeder Mensch über alle Teilsysteme verfügt, arbeitet man meist mit einem bevorzugten. Ziel einer nachhaltigen Persönlichkeitsentwicklung sollte sein, auf alle vier Teilsysteme gleichermaßen Zugriff zu haben.

Dies ist ein gutes Stück Arbeit und genau darum geht es bei den Psychogyms.

Praktisch sei dies an einem Beispiel erläutert:

Wenn Sie bei Aufgaben, die nachdenken erfordern, innehalten und den Verstand einschalten, wird dieses Teilsystem aktiviert. Wird schnelles Reagieren auf Veränderungen notwendig, wie z.B. beim Flirten, Tanzen, Basketball spielen,  aktivieren Sie die intuitive Verhaltenssteuerung. Befindet sich ein Mensch bevorzugt im Fehler-Zoom, so nimmt er sehr schnell die Dinge wahr, die nicht passen, sozusagen immer das Haar in der Suppe zuerst.

Das vierte Teilsystem „das Selbst“ lässt sich nicht mit einem Satz beschreiben. Es gilt als Teil des Erfahrungsgedächtnisses. Dieses Erfahrungsgedächtnis wird als „Hochleistungswunder“ bezeichnet weil es Zugang zu sämtlichen Lebenserfahrungen, die in einer Situation relevant sein können, liefert. Beim „Selbst“ handelt es sich um den Teil des Erfahrungsgedächtnisses, der sich auf die eigene Person bezieht.

Hat man einen guten Zugang zum Selbst, fällt der Umgang mit leidvollen Erfahrungen oder mit Stress leichter. Man spricht dann von einem gut differenzierten Selbst.

Das Selbst ist in der Lage körperliche Empfindungen und Gefühle einzubinden. Es kann durch Parallelverarbeitung viele, auch widersprüchliche Gefühle, gleichzeitig berücksichtigen.

Es kann die eigenen Gefühle regulieren ohne dazu andere Menschen zu benötigen.

Es verfügt über

  • innere Sicherheit: Die Fähigkeit bei schwierigen Erfahrungen auf die eigenen positiven Anteile zu vertrauen.
  • Unbewußte Steuerung: D.h. das Selbst läßt sich nicht ohne weiteres vom bewußten Verstand kontrollieren.
  • Feedbackverwertung: Die Fähigkeit die Auswirkungen des eigenen Handelns, auf der Basis körperlich gespürter Rückmeldungen, auszuwerten
  • Wachsamkeit (Vigilanz) Eine ständig wirkende, breite Aufmerksamkeit die im Hintergrund des Bewusstseins abläuft. (s. S. 51)

 

Die PsychoGyms:

Storch und Kuhl entwickeln 7 PsychoGyms um den Zugang zum Selbst zu erleichtern. Genaugenommen handelt es sich um Werkzeuge, die Sie in die Lage versetzen, Ihr Unbewusstes zu trainieren. Und das ist das eigentlich faszinierende am Buch. Das Unbewusste wird aus der Mottenkiste freudscher Zeit befreit und zum Gegenstand moderner psychologischer Forschung gemacht. Und es lassen sich durchaus praxistaugliche Materialien aus dem Gesamtwerk destillieren.

 

Dies wäre dann auch meine Anregung:

Wenn es jetzt noch ein reines Arbeitsbuch, mit kurzer, knapper Erklärung zu den PsychoGyms gäbe, dann wäre meinem Bedürfnis nach Verständlichkeit für die Welt genüge getan. Dann hätte man die Möglichkeit, das Hauptwerk zum Verstehen zu lesen und für den praktischen Einsatz, ohne zu großen theoretischen Überbau, das Arbeitsbuch. Natürlich wird das Buch der scientific-communitiy gerecht, aber ob das Wissen so wirklich all diejenigen erreicht, die gerne ihren Zugang zum Selbst ausbauen möchten ist fraglich. Ich hatte durchaus Momente wo ich das Buch weglegen wollte, weil es mir zu sehr ins Detail ging. Es ist zweifelsohne ein fundiertes Werk mit hohem wissenschaftlichem Anspruch. Ich könnte es jedoch in dieser Form Klienten nicht empfehlen, da es ohne psychologisches Vorwissen nur schwer zu lesen ist. Das ist schade, weil ich gerade diese Kompetenz bisher bei Maja Storch so geschätzt habe. Vielleicht wird ja noch eine kleine Film-Sequenz, wie bereits beim Züricher Ressourcen Modell, auf YouTube gestellt.

Eine APP zu einem anderen Buch von Maja Storch, zu „Machen Sie doch was sie wollen-wie ein Strudelwurm den Weg zu Zufriedenheit und Freiheit zeigt“ gibt es übrigens schon bei iTunes:

http://itunes.apple.com/de/app/wurm-bilanz-von-maja-storch/id477691890?mt=8

Was mir gefällt: Das Buch enthält Selbststests wie z.B. “Welche Affektregulation brauche ich?” und “Welches PsychoGym brauche ich?” Außerdem zahlreiche nützliche Arbeitsblätter.

 

Über eine Rückmeldung zu diesem Artikel, in Form eines Kommentars, freue ich mich. Mich würde interessieren ob Sie die Buch-Besprechung verständlich fanden. Wenn dies so ist, dann empfehlen Sie den Artikel doch weiter.

weitere Literatur von Maja Storch:

Machen Sie doch was Sie wollen!

Das Geheimnis kluger Entscheidungen

Selbstmanagement ressourcenorientiert