Monthly Archives: Mai 2011

Meistgelesen
Wann wirkt Teamsupervision?

Wann wirkt Teamsupervision?

In vielen psychosozialen Einrichtungen wird Teamsupervision mittlerweile als Dauerangebot für Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Der Supervisor kommt in regelmäßigen Abständen, um sich mit Arbeitsteams über deren Befindlichkeit zu unterhalten. Mit Recht fragt man sich was das bringen kann.

weiter

Prinzip Hoffnung oder wie man schwierige Arbeitssituationen für die persönliche Entwicklung nutzt

Prinzip Hoffnung oder wie man schwierige Arbeitssituationen für die persönliche Entwicklung nutzt

Sie haben einen Job den sie nicht lieben? Sie quälen sich jeden Morgen zur Arbeit und fragen sich wozu sie diesen Job machen? Sie haben innerlich gekündigt? Sie sind dabei sich einen neuen Job zu suchen?Unzählige Klienten befinden sich in genau dieser Situation. Sie möchten einfach etwas ganz

weiter

Coach werden

Coach werden

In letzter Zeit häufen sich bei mir die Anfragen von Menschen die gerne "Coach werden" möchten. Meist kommen sie durch Empfehlung auf mich zu, um mal eben ihr Projekt mit mir zu besprechen. Es ist dann relativ schnell klar, dass die Vorstellungen mit Blick auf den Zielberuf noch nicht einem Real

weiter

Mein Unwort des Jahres 2012: Prozessoptimierung

Mein Unwort des Jahres 2012: Prozessoptimierung

Wenn Sie mich fragen würden, was für mich das Unwort des Jahres 2012 ist, dann würde ich Ihnen wie aus der Pistole geschossen antworten: Prozessoptimierung. Als Psychologin, die einerseits eine kleine Beratungspraxis führt, andererseits in einen organisationalen Kontext eingebunden ist, erhal

weiter

Gibt es das Phänomen des “Organizational Burnout”?

Gibt es das Phänomen des Organizational Burnout?

Diese Frage beschäftigt mich, seit ich verschiedene Organisationen von innen erlebt habe. Was soll das sein, ein organisationales Burnout? Viele ausgebrannte Mitarbeiter die die Organisation anstecken? Nein. Gustav Greve, der Autor des gleichnamigen Buches beschreibt ein Phänomen, das ihm im Lau

weiter

Die Antwort auf Burnout: Das Resilienzkonzept

Die Antwort auf Burnout: Das Resilienzkonzept

Momentan erscheint fast täglich in der aktuellen Presse ein Titel, der sich mit dem Burnout – Syndrom beschäftigt. Was häufig fehlt ist eine klare Antwort, wie mit der Problematik umgegangen werden kann. Meiner Meinung nach bietet das Resilienzkonzept eine hervorragende Möglichkeit Stress, K

weiter

Sanfte Rebellen gegen Burnout

Sanfte Rebellen gegen Burnout

 „Neustart- Wege aus der Burnout Falle“ titelt die aktuelle Spiegel Ausgabe. Es geht darum wie Unternehmen ihre Mitarbeiter künftig vor dem Ausbrennen schützen wollen. Folgende Strategien werden in unterschiedlichen Unternehmen erprobt: Die Reduktion der e-mail Flut Gymnastikpause neben d

weiter

Mit Resilienztrainings Burnout in Unternehmen verhindern

Mit Resilienztrainings Burnout in Unternehmen verhindern

Ich bin immer wieder überrascht weshalb es einfach nicht gelingen will die Burnout-Raten zu senken. Dabei bietet das Resilienzkonzept eine echte Lösung an. Mitarbeiter in Unternehmen können resilientes Verhalten  lernen und damit aktiv bei der Vermeidung eines Burnout unterstützt werden. Daz

weiter

Bambusmanagement – oder wie man mit Komplexität umgeht

Bambusmanagement – oder wie man mit Komplexität umgeht

Führungskräfte haben es nicht leicht. Komplexe Strukturen, eigensinnige Mitarbeiter, harte Vorgaben zur  Zielerreichung, karriereschädigende Zugeständnisse, um wenigstens noch einen Hauch an persönlicher Integrität zu wahren…was liegt da näher als Abläufe streng rational anzugehen und ei

weiter

Xing, Twitter, Facebook, Google+ – welches Netzwerk ist zur Crowd Intelligence fähig?

Xing, Twitter, Facebook, Google+ - welches Netzwerk ist zur Crowd Intelligence fähig?

Mit Xing habe ich angefangen. Vor 4 Jahren. Das hat mir lange Zeit gut gefallen, die Gruppen hatten und haben teilweise immer noch durchaus Tiefgang und der Inspirationsfaktor war und ist auch manchmal jetzt noch hoch. Dann hab ich mich bei Facebook angemeldet. Damit werd ich einfach nicht warm

weiter

Führung mit Druck und Kontrolle

Führung mit Druck und Kontrolle

  Im Coaching habe ich häufig Menschen die unter ihren Arbeitsbedingungen leiden. Ein Grund für dieses Leiden ist der Umgang von Vorgesetzten mit ihren Mitarbeitern. Ich wünsche mir dann, dass nicht der Mitarbeiter zu mir kommt, sondern der Chef des Coachee. Kommen Chefs, dann sind sie dar

weiter

Auch Organisationen können krank werden

Auch Organisationen können krank werden

Manche Organisationen strahlen schon beim Betreten eine eigenartige Stimmung aus, z.B. Krankenhäuser oder Behörden. Und wenn Sie als Mitarbeiter in verschiedenen Unternehmen tätig waren, dann fallen Ihnen diese Unterschiede dadurch auf, dass ungeschriebene Gesetze existieren, wie z.B. „lautes L

weiter

Kennen Sie INQA?

Kennen Sie INQA?

INQA steht für die Initiative Neue Qualität der Arbeit und wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unterstützt und  fachlich begleitet durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). INQA enthält für Arbeitgeber und für Arbeitnehmer wertvolle Hinwei

weiter

Management by Oxygen – oder was gute Führung mit Sauerstoff zu tun hat

Management by Oxygen - oder was gute Führung mit Sauerstoff zu tun hat

Sie sind jetzt sicher irritiert. Was hat gute Führung mit Sauerstoff zu tun? Sollen Sie als Chef jetzt auch noch für gute Luft sorgen? Sie haben ohnehin schon genug am Hals. Seit Wochen recherchiere ich über Google Alerts den Suchbegriff „Gute Chefs“. Erstaunliches fördert man da zu Tage.

weiter

Ich verkaufe Leichtigkeit

Ich verkaufe Leichtigkeit

Als Dienstleister steht man vor der Frage wie man ein Produkt, in meinem Fall Coaching, fassbar macht. Coaching kann man nicht anfassen,  riechen, schmecken, durch die Gegend tragen.  Man kann es  nicht verpacken, in ein Schaufenster stellen, auf Messen bewerben, fotografieren…Man kann es wortr

weiter

Psychologie App als Taschentherapeut

Psychologie App als Taschentherapeut

Haben Sie ein iPhone? Oder ein iPad? Dann können Sie sich ab sofort einen kleinen Taschentherapeuten gönnen. Sonja Lyubomirsky, Professorin an der University of California, hat eine App entwickelt mit der Sie eine Gebrauchsanleitung für das Glück bekommen. Genauer: Eine Anleitung zum Glücklic

weiter

Von Glück, Neuroplastizität und Optimismus

Von Glück, Neuroplastizität und Optimismus

  Es ist nicht immer leicht den eigenen Vorstellungen entsprechend zu leben. Zum Leben gehören kleinere und größere Krisen und auch Phasen, in denen man nicht mit großem Optimismus unterwegs ist. In solchen Momenten tut es ganz gut neue Eindrücke aufzunehmen und sich damit zu befassen w

weiter

Innovation oder wie kommt das Neue in die Firma ?

Innovation oder wie kommt das Neue in die Firma ?

Seit vielen Jahren faszinieren mich Erfindungen. Ob es dabei um den Spätzleshaker geht oder um kleine, iPad ferngesteurte Spielzeugdrohnen ist mir eigentlich egal. Die Faszination liegt im Denken des Undenkbaren. Leider ist es mir bisher nicht gelungen selbst eine so großartige Erfindung wie z.B

weiter

Wie die Psychologie das Netz erobert

Wie die Psychologie das Netz erobert

Eine kritische Anmerkung vorweg: Ich bin Psychologin geworden, um mit Menschen zu arbeiten. Die technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahre stellen  meine Berufsgruppe vor neue Herausforderungen und bieten gleichzeitig phantastische Möglichkeiten. Der unmittelbare Kontakt zum Menschen ist

weiter

Wie werden Sie als Mitarbeiter zukunftsfähig?

Wie werden Sie als Mitarbeiter zukunftsfähig?

In den vergangenen Wochen habe ich mich verstärkt damit beschäftigt, welche Kompetenzen den entscheidenden Unterschied in der persönlichen Zukunftsfähigkeit eines Mitarbeiters machen. Ich habe dazu wissenschaftliche Veröffentlichungen aber auch  Blogartikel gelesen und  Bücher gewälzt. U

weiter

Wann wirkt Teamsupervision?

In vielen psychosozialen Einrichtungen wird Teamsupervision mittlerweile als Dauerangebot für Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Der Supervisor kommt in regelmäßigen Abständen, um sich mit Arbeitsteams über deren Befindlichkeit zu unterhalten. Mit Recht fragt man sich was das bringen kann. Ich habe hier einen sehr klaren Standpunkt: Nichts.

Teamsupervision braucht einen Rahmen wenn sie wirken soll.

Es wird nicht alles verhandelt was gerade so ansteht. Sie braucht ein klar formuliertes Anliegen und Ziel.

Die Themen werden nicht spontan gewählt und besprochen. Die Inhalte müssen im Vorfeld definiert werden, um eine gewisse Kontinuität und zielorientiertes Arbeiten zu gewährleisten. Von Seiten des Supervisors ist Vorbereitung notwendig, geeignete Methoden müssen vor den Sitzungen überlegt werden, um strukturiertes Arbeiten zu ermöglichen.

Supervision muss nicht endlos sein. Viele Einrichtungen beschäftigen quasi per se über Jahre hinweg einen Supervisor, vergessen jedoch dabei weshalb er jemals ins Haus geholt wurde. Teamsupervision braucht um erfolgreich zu sein ein spezifisches Ziel.

Der unmittelbare Vorgesetzte nimmt an der Supervision teil, alles andere führt zu einer Depotenzierung seiner Leitungsfunktion.

Konflikte sollten nicht personalisiert werden und in Schuldzuweisungen enden. Sie sind häufig Ausdruck struktureller Kränkungen und müssen als solche verstanden und professionell aufgearbeitet werden.

Ich schließe mich mit meinem Teambegriff dem von Förster (1981) an, der sich wie folgt beschreiben läßt:

„Unter einem Team soll eine kleine funktionsgegliederte Arbeitsgruppe mit gemeinsamer Zielsetzung, relativ intensiven wechselseitigen Beziehungen, einem ausgeprägten Gemeinschaftsgeist sowie einem relativ starken Gruppenzusammenhalt unter den Mitgliedern und damit einer spezifischen Arbeitsform verstanden werden.

In Anlehnung an Astrid Schreyöggs Aufsatz „Mythos Teamsupervision“ empfehle ich, sich vor Beginn einer Teamsupervision folgende Fragen zu stellen:

1. Was wird in der Arbeitsgruppe unter Teamsupervision verstanden? Zum besseren Verständnis: Teamsupervision ist kein Führungsersatz und keine Reparaturmaßnahme. Sie kann Teammitglieder befähigen professioneller mit auftretenden Konflikten und Arbeitsinhalten umzugehen, um vorgegebene Aufgaben besser erledigen zu können. Hierzu bedarf es aus meiner Sicht der Bereitschaft aller sich auf den Supervisionsprozess einzulassen und die Teamsupervision als Hilfestellung und nicht als eigenständige Lösung zu begreifen.

2. Wo fördern und wo behindern organisationale Strukturen die Arbeitsqualität eines Teams? Durch strukturelle Zwänge die teilweise veränderbar, teilweise vorgegeben und unveränderbar sind, entstehen Wirkungen für Arbeitsteams. Diese transparent zu machen und auf Ihre Veränderbarkeit bzw. Unveränderbarkeit hin zu überprüfen ist Teil des Supervisionsprozesses und kann nicht unbeachtet bleiben. Ein Arbeitsteam tut deshalb gut daran bereits im Vorfeld zu klären, wo organisationale Zwänge Konflikte begünstigen.

3. Welche Führungshaltung hat der unmittelbare Vorgesetzte und was erwartet das Team von seiner Führungskraft? Ein weit verbreitetes Phänomen in sozialen Einrichtungen ist der Wunsch nach führungslosen Strukturen. Das diese jedoch einen hohen Preis haben, da sie vom Einzelnen ein extrem hohes Maß an Selbststeuerungsfähigkeiten und Verantwortungsübernahme erfordern, wird meist übersehen. Teamsupervision sollte nach meinem Verständnis Führungskräfte stärken und Teammitglieder für Sinn und Notwendigkeit von Führung sensibilisieren.

4. Was soll mit der Teamsupervision erreicht werden? Um zielgerichtet an einem Thema arbeiten zu können, sollte sich ein Team im Vorfeld fragen was es mit der Supervision für das Team erreichen möchte. Nur so ist gewährleistet das auch eine Wirkung wahrgenommen werden kann. Wenn man nicht weiß wozu man Teamsupervision macht, kann man auch nicht beurteilen was es gebracht hat.

Wenn diese Aspekte berücksichtigt werden, stellt Teamsupervision ein wirksames Mittel zur Professionalisierung von Mitarbeitern dar.

Über Kommentare freue ich mich. Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, dann empfehlen Sie ihn doch weiter!

Foto: istockphoto/ Kristian Seculic

Kompetenzen fürs Web 2.0


Ein Internet-Jahr ist drei mal stressiger, als ein Jahr ohne Netz. Wenn Sie sich in sozialen Netzen wie Xing, Twitter und Facebook bewegen, wissen Sie was ich meine. Stressbewältigung fängt bei der Selbstregulation an, d.h. Sie müssen im 21. Jahrhundert in der Lage sein sich gut zu sortieren, und Ihre Zeit selbstbestimmt einzusetzen.

Mit folgenden Maßnahmen gelingt dies leichter:

1. Legen Sie für sich fest, wie viele Stunden am Tag Sie online sind.

Facebook ist eine tolle Erfindung, frißt aber, wenn Sie nicht aufpassen, unendlich viel Lebenszeit. Da soziale Netze die Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin (http://www.cgu.edu/pages/4627.asp)  zu fördern scheinen, besteht die Gefahr, dass Sie irgendwann keine echten Sozialkontakte mehr pflegen, sondern Ihre Lebenszeit im Netz verbringen.

2. Vermeiden Sie stundenlanges Surfen

Auch wenn es Spaß macht, es ist ineffektiv. Unser Gedächtnis kann die Inhalte nicht mit derselben Geschwindigkeit speichern, wie wir Sie beim Surfen wahrnehmen. Sie merken dies wenn Sie nicht mehr so richtig wissen, was Sie wann und wo gelesen haben. Um konzentriert und effektiv zu arbeiten brauchen Sie offline Zeiten. E-Mail Benachrichtigungston abstellen, sonst werden Sie immer wieder aus Ihrer Arbeit gerissen.

3. Definieren Sie klare Auszeiten

Da Arbeit und Freizeit immer mehr in einander verwoben sind, brauchen Sie Zeiten die Sie innerlich als Freizeit definieren. Wenn ich diesen Blog-Artikel schreibe definiere ich die Zeit die ich dafür brauche als Arbeitszeit, in einer Stunde werde ich mit meinem Sohn ein Eis essen: Freizeit. Und: Ich werde es bewusst essen, genießen und nicht darüber nachdenken was ich noch alles tun muss. Es gibt genug und im Prinzip könnte man 24 Stunden arbeiten. Selbstfürsorge ist aber gerade für Psychologen eine Grundkompetenz und deshalb sorge ich für Freizeit und Genuss genauso wie für Arbeit.

Welche Berufe gibt es in der Zukunft noch?

Großes Kino auf der Republica: Gunter Dueck mit seinem Vortrag: Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem. Genaugenommen beantwortet er die Frage, welche Berufe es in die Zukunft schaffen. Es sieht schlecht aus! Alles was Menschen wissen möchten, können sie sich ergoogeln. Der Arzt, der mit “aufgeklärten” Patienten zu tun hat, wird sich langweilen. Der Banker, der es nicht schafft seine Finanzprodukte an den Mann zu bringen, weil wir mittlerweile eben auch schon eine ganze Menge ohne sein know-how in Erfahrung bringen können…Eigentlich brauchen wir in Zukunft Menschen, die in der Lage sind, IHR Wissen zugänglich zu machen. Und zwar so interessant und so einfach, dass es auch bildungsfernen Schichten verständlich wird. Es ist an der Zeit eine neue Mega-Wikipedia zu erstellen, das Menschheitswissen auf YouTube oder so. Duecks Idee gefällt mir sehr. Nachdem ich vor kurzem eine Anleitung zum Schleifen meines Gemüsemessers gesucht habe, bin ich auf YouTube fündig geworden. Warum nicht auch Mathe oder Englisch oder MNK für Grundschüler in’s Netz. Spannend sollte es sein. Denn nur wenn Lernstoff begeistert, bleibt er hängen.