Die Reparaten – es gibt ein Leben nach amazon

istock© MacXever

istock© MacXever

Wer schon länger meinen Blog liest, weiß dass ich meinen amazon – account gekündigt habe. Seither bin ich wieder in regionalen Geschäften beim Einkaufen und ich könnte mindestens 20 Blogartikel darüber schreiben, was mir alles nicht gefällt. Ich habe aber beschlossen mich auf die positiven Beispiele des Einzelhandels zu konzentrieren. Am Sonntagabend war klar: Mein iPhone wird den nächsten Tag akkutechnisch nicht überstehen. Es hat sich mit Hochgeschwindigkeit, nach jedem Ladevorgang, entladen. Ich habe ein 4s im Einsatz und mich zu Beginn des Jahres entschieden, den Produktzyklus von 2 Jahren Lebenszeit nicht mehr hinzunehmen. Mir liegen Arbeitsbedingungen wirklich am Herzen, deshalb ja auch die Kündigung bei amazon und deshalb auch der Entschluss nicht ständig durch den Kauf neuer Geräte die Arbeitsbedingungen bei Foxconn (<- der taiwanesische Produzent des iPhone), indirekt zu unterstützen. An dieser Stelle muss ich nochmal sagen, dass ich vermutlich noch genug Dinge tue, die ethisch verwerflich sind und ganz bestimmt nicht in allen Lebensbereichen vorbildlich lebe. Es soll hier schließlich nicht der Eindruck entstehen, dass ich ein Moralist bin …

Kurzum: Ich hab mich auf die Suche nach einer Akkutausch-Werkstatt gemacht. Zuerst hab ich mir ein Youtube – Video angesehen, um für mich zu prüfen, ob ich es selbst reparieren kann. Ja, ich liebe Technik und mache so etwas manchmal. Vom Naturell her bin ich aber eher impulsiv und das Video hat mir schnell gezeigt, dass ich nicht die Geduld und Feinmotorik mitbringe um den Akku zu tauschen. Also hab ich bei apple geschaut, ob die das auch machen. Machen die, aber es dauert. Mindestens eine Woche. Kosten: 75 €, Versand 12,10 €. Wäre ja ok. Aber eine Woche?

Ich hab dann nochmal gegoogelt,  Handy-Reparatur Aalen eingegeben und die Smartphone-Macher gefunden. Mein erster Gedanke: Ob die das können? Man gibt sein Handy ja nicht irgend jemand,  man will schon das Gefühl haben die Leute verstehen ihr Geschäft. Deshalb bin ich 20 Minuten über die Autobahn in einen kleinen Ort auf dem Härtsfeld, nach Nattheim gefahren. An dieser Stelle kann ich sagen, dass ich in meinem bisherigen Leben nur einmal in Nattheim war. Das ist ein Ort, an den geht man nicht jeden Tag. Höchstens vielleicht wegen der Landschaft. Umso mehr beeindruckt war ich von der Serviceorientierung dieses Elektro- Einzelhändlers. Der Akku war vorrätig. Die Verkäufer ausgesprochen freundlich. Es gab einen Espresso und wir haben uns über den Einzelhandel in Deutschland und seine Zukunft unterhalten. Der kann Zukunft haben, wenn  noch mehr Händler begreifen, dass sie, durch die Schaffung von echtem Mehrwert, in diesem Fall die schnelle Reparatur meines Handys, Kunden in den Laden  ziehen und damit, was Service angeht, Apple übertreffen. Der Verkäufer meinte, ich würde das Handy sicher gerne gleich wieder mitnehmen. Wollte ich nicht, 24 Stunden kann ich ohne Handy überleben. Heute hab ich es abgeholt. Funktioniert tadellos. Und ich bin sprachlos, dass es diesen Service gibt!

Und jetzt wollen Sie sicher auch noch wissen, was es mit den Reparaten auf sich hat. 

Das sind die Leute mit der Idee hinter dem kleinen Elektroladen in Nattheim. Es gibt sie noch, die guten Geschäftsideen. Detlef Vangerow hat sie gegründet. Ein Zusammenschluss vieler Einzelhändler um über Reparaturen eine weitere Einnahmequelle zu generieren. Es gibt also Kaffeemaschinen-Macher, Smartphone-Macher, Waschmaschinen-Macher…schauen Sie einfach selbst auf der Seite der Reparaten vorbei. Von mir bekommt das EP: Elektrocenter Nattheim GmbH das Prädikat besonders empfehlenswert. Man kann das Handy auch hinschicken. Ach ja. Der Preis der Reparatur: 59.00 €

Wenn jetzt die Buchhändler noch begreifen, dass sie was ähnliches machen sollten, z.B. eine Einzelhandelsapp für E-Books, die es mir erspart 5 verschiedene Apps auf meinem iPhone zu haben, um die E-Books verschiedener Anbieter nach dem Download lesen zu können, dann wäre das ein echter Durchbruch!

Wenn Sie von der Idee der Reparaten auch angetan sind, dann teilen Sie doch einfach diesen Artikel in ihrem bevorzugten sozialen Netzwerk. Gute Beispiele sollten eine Chance bekommen. Vielleicht haben Sie sogar Lust einen Kommentar zu hinterlassen.

Kompetenzscham überwinden – Selbstdarstellung lernen – Ein Seminar für Frauen

© skynesher

© skynesher

Ein häufig auftretendes Thema im Einzelcoaching ist für viele Frauen die Selbstdarstellung. Sei es im Job oder bei der Planung einer Selbstständigkeit. Auch bei meiner eigenen Selbstständigkeit fiel es mir nicht immer leicht, meine Kompetenzen zu vermitteln. Es fing damit an den eigenen Online – Auftritt zu gestalten, Flyer zu Weiterlesen →

Der Meteoriteneinschlag ins Internet

re:publica 14 - INTO THE WILDSeit mehreren Jahren möchte ich zur Re:publica, der größten Bloggermesse Deutschlands. Ich arbeite aber viel und schaffe es nicht. Deshalb schaue ich mir abends die “sessions” im Netz an. Besonders neugierig war ich auf Sascha Weiterlesen →

Zu Ostern ein neues Outfit für meine Homepage

© tolisma

© tolisma
istock

Zu Ostern habe ich meiner Homepage ein neues “Kleid” verpasst. Ein virtueller Frühjahrsputz. Damit Sie sich schneller zurechtfinden, hier ein paar Tipps:

1. Das Menü versteckt sich ganz oben, hinter den kleinen weißen Balken. Weiterlesen →

Ich und die Kennzahlen

Top-Daumen vor positiver StatistikAlso: Ich gestehe, ich war in Mathematik nie so gut. Ich habe wahrscheinlich eine Dyskalkulie, zwischenzeitlich hat sich das ausgewachsen oder wie der Psychologe sagt, irgendwie kam es zu Kompensationsleistungen. Trotzdem bereiten mir Kennzahlen nach wie vor Probleme. Sie begegnen mir seit einigen Jahren überall. In der Supervision, im Coaching, in Unternehmen. Die einen klagen, dass die Kennzahlen so immens wichtig seien, die Weiterlesen →

30000 Seitenaufrufe oder warum bloggen glücklich macht

iStock_000032544234Small

istock © Andrew Rich
Rich Vintage Photography

Heute wurde auf meinem Blog die magische Grenze von 30000 Seitenaufrufen überschritten. Das ist für Profi-Blogger nicht so wahnsinnig viel, für mich aber ein echter Grund zum Feiern! Seit ich diesen Blog betreibe gehört zu den täglichen Ritualen der Abruf der Statistik. Jeder Blogger will Besucher und es ist ein langsames und mühsames Geschäft einen Nischenblog in den unendlichen Weiten des Netzes zu platzieren. Zu Beginn ging es hier Weiterlesen →

Raus aus der Job – Routine

iStock_000028882514Small

istock © XiXinXing

Vor einiger Zeit war ich beim Orthopäden. Der Rücken. Ich sitze ja viel und höre den Menschen zu. Der Orthopäde fragte, was ich beruflich mache. Psychologin? Hätte er auch gern gemacht. Aber er hat dann doch Medizin studiert. Und es sei einfach schrecklich. Im 5 Minutentakt schleuse er die Leute durch. Tagein und Tagaus. Das einzig gute an dem Job sei der Urlaub. Und so noch 20 Jahre lang Weiterlesen →

Traumlos ins neue Jahr?

Little superhero save the world

istock © alphaspirit

Das neue Jahr ist schon wieder 12 Tage alt. Nicht wie geplant habe ich pünktlich zum Jahresbeginn meinen Blogartikel geschrieben. Stattdessen habe ich im Netz gesurft, quergelesen, Bücher gekauft und gelesen und mich gewundert. Gewundert, dass sehr viele Artikel die Nichterreichbarkeit von guten Vorsätzen zum Inhalt hatten. Das Resümee war meist, dass es doch gar nichts Weiterlesen →

Weihnachten – Schenken Sie doch einfach “Zeit statt Zeug”

iStock_000030033290XSmall

istock © selimaksan

In den 60iger Jahren untersuchten die beiden Psychiater Holmes und Rahe welcher Zusammenhang zwischen Krankheit und Stress besteht. Sie erstellten eine Skala, auf der sie negativen bzw. positiven Lebensereignissen Werte zwischen 0 und 100 zuordneten. So bekam beispielsweise das Ereignis “Tod des Ehepartners” den Wert 100, “Heirat” den Wert 50 und Weihnachten den Wert 13. Insgesamt enthält die Social Readjustment Rating Scale (SRRS), kurz Stress-Skala, 43 Lebensereignisse deren Punktwerte addiert werden können, um abzuschätzen mit welcher Weiterlesen →

Stipendien fürs Anderssein

Foto: © gunnar3000
Fotolia.com

…gibt es bei der Zeppelin Universität! Und das freut mich außerordentlich! Wenn unser Wirtschaftssystem momentan etwas braucht, dann kreative Köpfe, die mehr von der Welt kennen als die Schule. Das Stipendium richtet sich an Ausbildungs- und Studienabbrecher. Bachelor Bewerber die älter als 30 sind, Gründungspleitiers, Sitzenbleiber, Dyskalkuliker, Legastheniker, Studienstarter deren Eltern nicht studiert haben, Studierende mit Zuwanderungshintergrund, Bachelor-Studierende mit Kind. Bewerbungsschluss für die Stipendien ist der 11. November 2013. Mehr Infos gibt es unter:

http://www.zu.de/deutsch/bewerberportal/common_resources/stipendien/diversitaet.php

Foto: © gunnar3000 – Fotolia.com

 

%d Bloggern gefällt das: